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    Schweiz

Schulter

ANATOMIE UND FUNKTION

Behandlung von Schulterschmerzen in der Swissklinik

Die Schulter ist ein komplex aufgebautes Kugelgelenk, in dem die einzelnen Knochen, Muskeln und Sehnen durch Gelenke, Schleimbeutel und Gleitschichten raffiniert miteinander verbunden sind. Die Schulter schenkt uns Bewegungsfreiheit, ist jedoch – durch ihren komplexen Aufbau – auch anfällig für Verletzungen und Verschleiß-Erkrankungen.
Zu den typischen Schultererkrankungen zählen das Impingementsyndrome, Tendinitis Calcera – Kalkschulter und Schultergelenkarthrosen (Omarthrosen). Häufig passieren Schulterverletzungen wie die Luxation oder die Schultereckgelenksprengung beim Sport oder anderen körperlichen Tätigkeiten. Unser Überblick liefert Allgemeine Hinweise für Schulter-Operationen und beschreibt, was alles hinter Schultererkrankungen und Schulterverletzungen stecken kann.

Allgemein

Das Schultergelenk ist ein knöchern nur sehr locker geführtes Kugelgelenk, welches seine Stabilität erst dem komplizierten Zusammenspiel von Haltebändern, Kapsel und Muskeln verdankt. Dadurch wird das grosse Bewegungsausmass für die obere Extremität geschaffen, welche u. a. unsere herausragende Stellung in der Entwicklungsgeschichte des Lebens ermöglicht. Zum anderen ist die Schulter dadurch aber auch verletzungs- und verschleissanfällig. Unter den vielfältigen Erkrankungen der Schulter finden wir an der Schulter hauptsächlich:

  • Instabilität der Schulter als Unfallfolge nach Luxation (Auskugeln) oder anlagebedingt durch schwache Haltebänder
  • Impingementsyndrom der Schulter (Einklemmungsschmerz)
  • Rissbildungen der Rotatorenmanschette
  • Verkalkungen der Rotatorensehnenmanschette (Tendinitis calcarea)
  • Entzündungen der Schleimbeutel
  • Schultersteife (frozen shoulder)
  • Arthrose des Schultergelenkes
  • Knochenbrüche im Schulterbereich, besonders der Oberarmkopfbruch des älteren Menschen
  • Schultereckgelenksprengung (AC-Gelenksprengung) nach Stürzen, vor allem bei jüngeren Patienten
Anatomie eines Schultergelenks

Anatomie des Schultergelenks

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Impingementsyndrome

Impingementsyndrome der Schulter (Einklemmungsschmerz) werden durch die anatomische Enge zwischen Oberarmkopf, Rotatorensehnenmanschette und Schulterdach (Acromion, Schultereckgelenk, Rabenschnabelfortsatz) verursacht. Beschwerden werden hierbei hervorgerufen durch:

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Luxation

ei den Schultergelenkinstabilitäten unterscheidet man solche, die als Unfallfolge nach Auskugeln (traumatische Luxation, sehr häufig) oder anlagebedingt durch schwache Haltebänder (habituelle Luxation, selten) bedingt sind. Aufgrund des sehr hohen Risikos von wiederholten Luxationen und der damit verbundenen Schädigung des Schultergelenkes wird mehr zunehmend die frühzeitige Stabilisierung des Schultergelenkes empfohlen. Hierbei erzielen arthroskopische oder offene Stabilisationsverfahren mit Refixation des abgerissenen Pfannenrandes und Kapselrekonstruktionen vor allem bei den sehr häufig unfallbedingten Instabilitäten ausgezeichnete Langzeitresultate. Die habituelle Luxation (mehrfaches Auskugeln der Schulter auch bei harmlosen Bewegungen) stellt einen erheblichen Gefährdungsfaktor im Alltag, bei Bedienung von Maschinen und im Sport dar.

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Schultereckgelenksprengung

Etwa 12 % aller Verletzungen im Schulterbereich betreffen das Schultereckgelenk. Die häufigste Ursache ist ein Sturz auf die Schulter, wobei es in Abhängigkeit der Gewalteinwirkung zu unterschiedlich ausgeprägten Schädigungen des Bandapparates kommt. Bei vollständigem Riss der Bänder resultiert eine Sprengung des Gelenkes mit Hochstand des Schlüsselbeins (Klaviertastenphänomen). Bei extremem Hochstand, jungen Patienten, schwer körperlich arbeitenden Menschen (Überkopfarbeiten, Lastträger) und Sportlern sollte eine operative Reposition durchgeführt werden. Zur Anwendung kommen:

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Schultergelenkarthrosen (Omarthrosen)

Die Rekonstruktion des Schultergelenkes im Rahmen einer chronisch-degenerativen, entzündlichen oder posttraumatisch bedingten Arthrose erfordert vom Operateur eine grosse klinische Erfahrung. Die besten Resultate konnten hierbei mit der Implantation von künstlichen Schultergelenken erzielt werden, wenn der prothetische Ersatz die Anatomie möglichst genau reproduziert. Für den Patienten ist der unerträgliche Schulterschmerz bei Bewegung, Belastung und vor allem in Ruhe ausschlaggebend, den Arzt aufzusuchen. Dieser Leidensdruck und weniger das Alter des Patienten ist im Entscheidungsprozess zur Implantation eines künstlichen Schultergelenkes massgebend. Eine wichtige Voraussetzung ist natürlich, dass alle zur Verfügung stehenden konservativen Massnahmen ausgeschöpft wurden.

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Allgemeine Hinweise für Schulter-Operationen

Halten Sie sich bitte an die vorgegebene Zeit der Ruhigstellung und limitierten Übung. Bitte halten Sie sich an die bei uns oder den mitbehandelnden Ärzten vereinbarten Kontrolltermine, da jede Schulteroperation eine individuelle Genesung durchläuft und eine sensible und konsequente Nachbehandlung erfordert. Werden Sie nicht ungeduldig, denn auch 3–5 Wochen nach der OP sind Restbeschwerden je nach Schwere der Schulterdegeneration noch häufig. In regelmässigen Abständen möchten wir Sie gerne selbst in unserem Zentrum für Orthopädische Chirurgie untersuchen, um einen optimalen Heilungsverlauf zu gewährleisten.

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Operative Behandlung der Knörpelschäden

Sie richtet sich nach der Ursache und Schwere der Schadens. Mit Hilfe der Gelenkspiegelung (Arthroskopie) können wir nicht nur den Knorpelschaden sehen und diesen auch für spätere Dokumentation auf Video aufnehmen, sondern gleichzeitig auch den Schaden mit Mikroinstrumenten auf schonende Weise behandeln.

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Tendinitis Calcera – Kalkschulter

Unter der Tendinitis calcarea versteht man eine Einlagerung von Kalkkristallen im Sehnengewebe, wobei die Entstehung der Sehnenverkalkung nicht endgültig geklärt ist. Die Symptomatik reicht von völliger Beschwerdefreiheit bis zu hochakuten Schmerzzuständen mit schmerzbedingt aufgehobener Schulterbeweglichkeit, wodurch es zu einer Schulterteilsteife kommen kann. Auf Röntgenaufnahmen ist häufig ein Kalkherd sichtbar. Ziele der Therapie sind die Schmerzbefreiung durch Auflösung des Kalkherdes oder Verminderung der begleitenden Entzündungsreaktionen, die Erhaltung der Schulterbeweglichkeit und die Verhütung einer schonungsbedingten Muskelatrophie.