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Schulter

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Anatomie und Funktion

Das Schultergelenk ist ein knöchern nur sehr locker geführtes Kugelgelenk, welches seine Stabilität erst dem komplizierten Zusammenspiel von Haltebändern, Kapsel und Muskeln verdankt. Dadurch wird das grosse Bewegungsausmass für die obere Extremität geschaffen, welche u.a. unsere herausragende Stellung in der Entwicklungsgeschichte des Lebens ermöglicht. Zum anderen aber auch ist die Schulter dadurch verletzungs- und verschleissanfällig.

Schultergelenk

Unter den vielfältigen Erkrankungen der Schulter finden wir an der Schulter hauptsächlich:

  1. Instabilität der Schulter als Unfallfolge nach Luxation (Auskugeln) oder anlagebedingt durch schwache Haltebänder.
  2. Impingmentsyndrom der Schulter (Einklemmungsschmerz) durch die anatomische Enge zwischen Oberarmkopf, Rotatorensehnenmanschette und Schulterdach (Acromion, Schultereckgelenk, Rabenschnabelfortsatz). Beschwerden werden hierbei hervorgerufen durch:
    1. die Arthrose des Schultereckgelenkes oder ein Knochensporn am Unterrand des Schulterdaches, wodurch der Raum zwischen Oberarmkopf und Schulterdach weiter einengt wird.
    2. Rissbildungen der Rotatorenmanschette (Supra- und Infraspinatussehne, Subscapularissehne). Hierbei zeigt vor allem die Supraspinatussehne frühzeitige Degenerationserscheinungen mit Rissbildungen (Ruptur). Aufgrund der Ruptur ist die Biomechanik des Schultergelenkes gestört und es resultiert eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung mit Kraftverlust.
    3. Verkalkungen der Rotatorensehnenmanschette (Tendinitis calacarea), vor allem im Bereich der Supraspinatussehne.
    4. Entzündungen der Schleimbeutel, welche vor allem als Begleiterscheinung auftreten.
  3. Schultersteife (frozen shoulder), welche spontan oder nach Verletzungen auftreten kann.
  4. Arthrose des Schultergelenkes.
  5. Knochenbrüche im Schulterbereich, besonders der Oberarmkopfbruch des älteren Menschen.
  6. Schultereckgelenksprengung (AC-Gelenksprengung) nach Stürzen vor allem bei jüngeren Patienten.