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Fuss

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Knorpelschaden des Sprunggelenks

Unfallbedingter Knorpelschaden bei jüngeren Patienten

Meist durch Unfälle (Fussball, Handball usw.) mit Umknicktraumen kann ein Knorpelstück von 1-2 cm Durchmesser aus der kompletten Knorpelschicht herausbrechen. Hier sind die umgebenden Ränder intakt und von normaler Höhe, der darunterliegende Knochen gesund und von guter Regenerationsfähigkeit. Dieser Schadenstyp spricht gut auf die nachfolgend erwähnten Behandlungsmethoden an.

Degenerativer Verschleiss

Ungünstiger verlaufen Knorpelschäden, welche im Laufe eines Lebens durch jahrelange monotone Belastung allein oder begünstigt durch Fehlstellungen des Rückfuss auftreten und nach anfänglicher Erweichung (Verschleiss-Stadium 1) zu einer Auffaserung der Knorpelgleitschicht führen (Verschleiss-Stadium 2). Im Stadium 2-3 ist die Knorpelschicht nur noch halb so dick und extrem ausgefranst, oder es liegen abgehobene, lockere Knorpelfetzen vor.

Dieser Zustand kann vom Organismus ohne fremde Hilfe nicht mehr repariert werden. Hier muss man bereits von einem schweren Knorpelschaden reden, wobei die Schmerzen aber noch erträglich sein können und deshalb vom Patienten noch nicht als entsprechendes Warnsignal gedeutet werden. Gerade aber in diesem frühen Stadium des fortschreitenden Gelenkverschleiss sind die Erfolgsaussichten der modernen Knorpelchirurgie am besten.

Knorpelschicht

Verschleissstadium 3 mit Ausdünnung der Knorpelschicht

Aufbrauch Knorpel

Endstadium 4 mit völligem Aufbrauch des Knorpels

Im Endstadium 4 ist der Knorpel völlig zerrieben, das "Reifenprofil" ist komplett abgenutzt. In diesem Stadium sind leider auch heute noch die operativen Massnahmen zum Wiederaufbau des Knorpels nur eingeschränkt erfolgreich. Grundsätzlich gilt: hat einmal der Knorpelschaden begonnen, so schreitet der Verschleiss zunehmend schneller fort, so dass ohne frühzeitig einsetzende Therapiemassnahmen nur noch mit künstlichen Gelenkprothesen eine Schmerzbefreiung erreicht werden kann.