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Hüfte

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Hüftgelenksdysplasie und Korrekturosteotomie

Der Begriff Hüftdysplasie beschreibt Veränderungen des Hüftgelenkes als Folge einer angeborenen Fehlanlage oder eines Fehlwachstums mit verstärkter Steilheit und verminderter Tiefe der Hüftpfanne. Gleichzeitig kommt es häufig zu einer Steilstellung des Schenkelhalses des Oberschenkelknochens (Coxa valga), so dass der Hüftkopf nach aussen oben aus der Pfanne zu wandern beginnt, er subluxiert oder luxiert aus der Gelenkpfanne. Unbehandelt neigen diese Fehlstellungen frühzeitig zur Hüftgelenksartrhose, die dann einer Hüft-TP-Implantation zugeführt werden müssen.

Therapie

Bei Subluxation oder Luxation des Hüftkopfes ist eine Operation angezeigt, wenn die konservativen Massnahmen ausgeschöpft sind. Unterschieden werden hierbei Operationen am Becken mit sogenannten Beckenosteotomien zur Verbesserung der Pfannenüberdachung des Hüftkopfes von Korrekturumstellungen am Oberschenkelknochen selbst.

  • Beckenosteotomie: Die Hüftpfanne wird als Ganzes mobilisiert und in gewünschter Weise über den Hüftkopf geschwenkt.
  • Oberschenkelosteotomie: Wenn mit einer Beckenosteotomie keine ausreichende Korrektur der Fehlform erreicht werden kann, wird zusätzlichveine Korrekturosteotomie des Oberschenkelknochens durchgeführt.

Nachbehandlung

Umstellungsoperationen werden ausschliesslich unter stationären Bedingungen durchgeführt. Zur Gewährleistung eines optimalen Operationserfolges erfolgt eine frühzeitige postoperative Mobilisation mit Hilfe der Physiotherapie, wobei abhängig von den erwähnten Osteotomietechniken eine Teil-Belastung des operierten Beines für mehrere Wochen notwendig wird. Bis zur Heilung des Knochens ist die operierte Hüfte mit 10-20 kg belastbar, danach ist ein schneller Übergang auf Vollbelastung möglich.

Im Rahmen regelmässiger, engmaschiger ambulanter Kontrolluntersuchungen werden die Fortschritte des Patienten dokumentiert und ggf. eine Mehrbelastung anhand der radiologischen Stellungskontrollen ermöglicht.