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Hand

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Arthrosen der Fingermittel- und -endgelenke

Arthrosen der Fingermittel- und -endgelenke stellen eine der häufigsten Arthosen am Bewegungsapparat dar. Sie gehen mit Entzündungen, Bewegungseinschränkung und Schmerzen einher, welche ein Ausdruck der Gelenkknorpelabnutzung bzw. -zerstörung sind. Ursachen hierfür sind u.a. Vererbungsprozesse (Frauen rund 10x häufiger betroffen), in der Mehrzahl bleibt die Kausalitäter jedoch unklar. Im Rahmen der Arthrose kommt es zu Schwellungen und Auftreibungen der Fingermittel- und Fingerendgelenke, die Endgelenke weisen zudem häufig typische Knotenbildungen auf. Verbunden sind diese sichtbaren Veränderungen mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Die Blickdiagnose kann mit gezielten Röntgenaufnahmen bestätigt werden.

Therapie der Fingermittel- und -endgelenksarthrosen

Im Anfangsstadium können lokal abschwellende Medikamente oder Cortison-Infiltrationen die Symptomatik zum Abklingen bringen. Eine Heilung des abgenutzten Gelenkknorpels ist jedoch nicht mehr zu erwarten.
 

Im fortgeschrittenen Stadium können die Arthrosen erfolgreich operiert werden, wobei sich die Behandlung der Fingermittel- von denen der -endgelenke unterscheidet. Die Fingermittelgelenke stellen wichtige Elemente in der Gesamtbeweglichkeit des Fingers dar, weswegen ein bewegungserhaltender Eingriff bevorzugt werden sollte. Hier haben sich Kunstgelenke, meist aus Silikon in den letzten Jahrzehnten bewährt. Das erkrankte Gelenk wird durch ein Kunstgelenk ersetzt, wodurch eine Schmerzbefreiung bei Erhaltung einer gewissen (ca. 60%) Beweglichkeit resultiert. Dies bedeutet eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität bei weitgehender Beschwerdefreiheit.

Im Bereich der kleinen Fingerendgelenke ist der Einbau von Kunstgelenken schwierig, da eine sichere Plazierung erschwert ist. Aufgrund der bereits präoperativ massiv eingeschränkten Beweglichkeit kann durch eine Versteifung in einer möglichst gestreckten Stellung ein vernünftiges Resultat erzielt werden, die Arthrodese stellt hierbei funktionell kein grösseres Handicap dar.

Nachbehandlung: Die Fingermittelgelenke werden sehr früh durch gezielte Handtherapie mobilisiert, um eine möglichst günstige Beweglichkeit zu erzielen. Im Bereich des Fingerendgelenkes muss das Gelenk für 6-8 Wochen geschützt und ruhig gestellt werden, bis die Versteifung geheilt ist.

Nach der Operation

Handoperationen können meist ambulant oder zumindest unter erweiterter postoperativer Betreuung stattfinden. Zum verabredeten Zeitpunkt sollten sich dann abholen lassen, denn Sie dürfen noch nicht selbst Auto fahren.

Zu Hause mit einem trockenen Eisbeutel mehrmals pro Tag für ca. 15 Min. kühlen. Meist haben wir Ihnen die Hand auf einer Schiene ruhig gestellt, welchen Sie zu Hause je nach Nachbehandlungsvorschrift ablegen können.

Medikamente

Mephadolor®- oder Voltaren®-Tabletten a 50mg sollten Sie etwa 2 Wochen lang in der Dosierung 2-3 x l pro Tag einnehmen.

Verbandwechsel

Verbandwechsel erfolgen etwa 1- bis 2mal wöchentlich beim Hausarzt oder in unserer Praxis. Duschen ist erlaubt, die Fäden nach 12-14 Tagen entfernen lassen.

Nachbehandlung

Halten Sie sich bitte an die vorgegebene Zeit der Ruhigstellung und limitierten Übung.

Bitte halten Sie sich an die bei uns oder den mitbehandelnden Ärzten vereinbarten Kontrolltermine, da jede Handoperation eine individuelle Genesung durchläuft und eine sensible und konsequente Nachbehandlung erfordert. Werden Sie nicht ungeduldig, denn auch 3-5 Wochen nach der OP sind Restbeschwerden und Schwellungen noch häufig. In regelmässigen Abständen möchten wir Sie gerne selbst in unserem Zentrum für Orthopädische Chirurgie untersuchen, um einen optimalen Heilungsverlauf zu gewährleisten.